GYEDU-BLAY AMBOLLEY & HIS SEKONDI BAND – Ghana - Europapremiere

 Africa Alive 2019 - Abschlußkonzert
Sa. 16.Februar 2019, 20 Uhr – Brotfabrik  - VVK 22,- €,  AK 26,- €       >Tickets

“The Simigwahene” -  Highlife - Afro - Soul - Funk - Jazz - Afrobeat

Gyedu-Blay Ambolley ist einer der herausragenden und stilbildenden Künstler in der westafrikanischen Musik. In Ghana wird er als „Simigwahene“ verehrt - der König des Simigwa-Highlife. Manche nennen ihn auch den James Brown Ghanas. Nicht ohne Grund! Zum ersten Mal wird er nun mit seiner erstklassigen, 8-köpfigen Sekondi Band aus Ghana in Europa zu hören sein!

Nach seiner musikalischen Lehrzeit in Ghana’s Uhuru Band, unter Sammy Lartey und Ebo Taylor, und als Leadsänger der Apagya Show Band mit Taylor, startete Gyedu-Blay Ambolley seine Solokarriere bereits in frühen 1970er Jahren. „Simigwado“ nannte er seinen neuen Soul und Funk-lastigen Highlife Sound, und dem dazugehörigen Tanz, mit dem er den Durchbruch schaffte, in Ghana ein regelrechtes „dance craze“ auslöste.

Neben Soul-inspirierten vocals führte er schon Anfang der 1970er Jahre einen schnellen, lyrisch-musikalischen Sprechgesang in die populäre Musik ein, auf seinem heute klassischen Song „Simigwado“ gut zu hören, die von der traditionellen Redekunst der Hofredner Ghanas (okyeames) inspiriert war und in anderer Form in Amerika bald als Rap Furore machen sollte. Simigwado gilt vielen heute deshalb auch als erste kommerzielle Rapplatte. Ambolleys Rap in afrikanischen Sprachen wie Twi, Pidgin und Nzema, der nach wie vor ein wichtiges Element seiner Musik ist, ist gefüllt mit geistreichen und treffenden Formulierungen. Einige davon sind in die Alltagskultur und den Sprachschatz in Ghana (und darüber hinaus) eingegangen, haben auch den Hiplife seit den 1990ern stark beeinflusst.

Bis Ende der 70er hatte er seinen unverkennbaren SIMIGWA-Highlife-Stil kreiert, manche reden gar von einem eigenen Genre, war nun der „Simigwa Man.“ Sein erstes, entsprechend benanntes Album SIMIGWA erschien 1978 auf Essiebons und brachte seine Highlife-Soul-Funk Musik in Umlauf, die heute ihr Comeback feiert (SIMIGWA wurde erst kürzlich vom angesagten Mr. Bongo Records Label wiederveröffentlicht). Danach folgten weitere kreative Phasen, die seinen eigenen Stil immer wieder neu aufleben ließen, in den 1980ern unter innovativer Einbindung neuer Synthesizer-Klänge. Bis heute hat Ambolley 30 Alben produziert; zuletzt das von der internationalen Musikpresse sehr gelobte KETAN (Agogo Records, 2017), mit der Sekondi Band eingespielt, die nun auf Tour geht. Einige der besten Nachwuchsinstrumentalisten Ghanas, vor allem keyborder Young Anim Karikari und Trompeter/Flügelhornist Kuruku Ansong setzen mit ihren Soli in Ambolleys kompositorsichem Mix aus Highlife, Afrobeat, Funk und Jazz außergewöhnliche musikalische Akzente.

Seine langjährige Bühnenerfahrung in Afrika krönte Gyedu-Blay Ambolley international in gemeinsamen Auftritten u.a. mit Miriam Makeba und Hugh Masekela, vor allem in den USA. Nach einem Jahrzehnt dort, kehrte er Ende der 1990er Jahre dauerhaft nach Ghana zurück, wo er nach wie vor zu den populärsten Künstlern zählt. Er genießt großes Ansehen als gestandener Musiker, der immer wieder musikalisch überrascht und überzeugt, aber der in seinen Songs auch soziale und politische Missstände anprangert – Korruption, Neo-Kolonialismus, soziale Ungleichheit und Gewalt -  und dem auch die Jugend zuhört.

Als herausragender Musiker und Bandleader und ebenso starker Live-Performer versteht Gyedu-Blay Ambolley es, sein Publikum zu begeistern. Neben seinen Afrofunk und -soul Klassikern werden wir neue Kompositionen, wie „Walk 4 Ground,“ „Abrantsie“, in kurzer Zeit zum Hit im Repertoire von Afrobeatbands weltweit avanciert, „Teacher“, „I No Dey Lie“ oder „Onam Dadzie,“ live zu hören bekommen. Mit letzterem erinnert Ambolley an den Osode-Highlife seiner Herkunftsregion Sekondi-Takoradi in der Western Region Ghanas und dessen andere Highlife-Größen, wie C.K. Mann; wie es sich für einen „Simigwahene“ gehört.

Gyedu-Blay Ambolley -  Live Lineup:
Gyedu-Blay Ambolley  – saxophone and vocals
Isaac Krobreni Karikari – keys
Charles Oduro Donkor – bass
Dominic Quarchie – guitar
Peter Mensah Kadesh – drums
Justice Nii Adjiri Williams – congas/percussions
Fru Assah Atanga – saxophone
Isaac Kwaku Ansong – trumpet

Brotfabrik
Frankfurt-Hausen
Bachmannstr. 2-4
60488 Frankfurt
Konzert im Saal / Kulturprojekt 21

 

 

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